Sport gegen Stress: Cortisol nach einem Jahr Bewegung gesunken

Elisabeth Kerler  |  20.04.2026 14:53 Uhr

150 Minuten Bewegung pro Woche – und die Werte für das Stresshormon Cortisol waren nach einem Jahr niedriger. Was die Studie zeigt.

Ein Mann joggt im Grünen.
Moderater bis intensiver Ausdauersport, mindestens 150 Minuten pro Woche, über ein Jahr lang: Das war das Programm der Sport-Gruppe in der Stress-Studie.
© BartekSzewczyk/iStockphoto

Regelmäßige Bewegung kann das Stresshormon Cortisol langfristig senken. Das ist das zentrale Ergebnis einer klinischen Studie mit 81 erwachsenen Personen, auf die das Journal of Sport and Health Science hinweist. 

Mindestens 150 Minuten Ausdauersport pro Woche über ein Jahr

Die Personen im Alter von 26 bis 58 Jahren wurden in zwei fast gleichgroße Gruppen aufgeteilt:

  • Sport-Gruppe: Die Mitglieder machten über ein Jahr lang mindestens 150 Minuten pro Woche Ausdauersport von mittlerer bis zu hoher Intensität.
  • Kontrollgruppe: Die Mitglieder dieser Gruppe erhielten Informationen zu gesunden Gewohnheiten, änderte aber nichts an ihrem Aktivitätslevel. 

Über das Jahr hinweg erfasste das Forschungsteam unter anderem Werte zu Ausdauerfitness, Cholesterin, Stress zum Beispiel durch das Hormon Cortisol im Haar und Nervenfunktion mittels MRT.

Weniger Cortisol über das Jahr hinweg in Sport-Gruppe

Auf diese Weise fand das Team heraus: In der Sport-Gruppe sank über das Jahr hinweg der Cortisolwert im Vergleich zur Kontrollgruppe in statistisch deutlicher Weise. Das Stresshormon spiele, so das Journal, zudem eine wichtige Rolle bei Stoffwechsel, Funktionen des Immunsystems, Schlaf, Gedächtnis und Stimmungsregulation. Hohe Werte stünden in Verbindung zu Erkrankungen des Herzens, des Stoffwechsels und der Psyche. 

Erklärt Coritsol den schützenden Effekt von Bewegung vor Erkrankungen?

„Der Effekt von Bewegung auf Langzeit-Cortisol-Spiegel könnte einer der Mechanismen oder Vorteile sein, wie Bewegung gegen verschiedene Erkrankungen und auch psychische Störungen schützt“, erklärte Studienautor Dr. Peter Gianaros von der Universität von Pittsburgh. Allerdings sei noch weitere Forschung notwendig.

Quelle: DOI 10.1016/j.jshs.2026.101135

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