Johanniskraut

Johanniskraut wirkt gegen leichte bis mittelschwere Depressionen.

aga7ta/iStockphoto

Johanniskraut (Hypericum perforatum) erhielt seinen Namen, weil es im Sommer rund um den Johannistag seine strahlend gelben Blüten öffnet. An diesem Tag, dem 24. Juni, wird der Geburtstag von Johannes dem Täufer gefeiert; gleichzeitig handelt es sich um die Sommersonnenwende, den längsten Tag des Jahres. Fast scheint es, als ob die Pflanze das viele Licht, das sie in dieser hellsten Zeit des Jahres aufnimmt, speichern kann und an den Menschen weitergibt. Denn schon in der Volksheilkunde vergangener Jahrhunderte schätzte man ihre gemütsaufhellenden Qualitäten.

Die Wirkung von Johanniskraut gegen leichte bis mittelschwere Depressionen konnte auch mit modernen Untersuchungsmethoden bestätigt werden und steht dem Nutzen von synthetischen Medikamenten kaum nach. Daher fand es als eine der wenigen Heilpflanzen seinen Weg auf die Ausnahmeliste der nicht verschreibungspflichtigen Arzneimittel, die Ärzte noch zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherungen verordnen dürfen.

Für die Arzneimittelherstellung gebraucht man meist Pflanzenextrakte, die mit Methyl- oder Ethylalkohol bereitet wurden. Die Auszüge werden in Tabletten, aber auch in Salben verarbeitet. Die Salbe wirkt gegen Neurodermitis, weil Johanniskraut äußerlich angewendet bei dieser Krankheit die juckenden Hautentzündungen lindern kann.

Medikamente ohne Zuzahlung

Alle zwei Wochen neu: die aktuelle Liste der zuzahlungsfreien Arzneimittel.

Anzeige
Anzeige

Seltene Bluterkrankung (MPN)?

Besuchen Sie am 12.04. in Mainz den MPN Patient*innentag für Betroffene und Angehörige…

Arzneimitteldatenbank

Medikamenten-Name oder Wirkstoff eingeben für mehr Informationen.

Podcast "gecheckt!"
Mann mit einem Hund im Park
Podcast: gecheckt!
Apotheke

Podcast: Kann man das Immunsystem natürlich stärken?

Fit gegen Krankheitserreger: Wie man die körpereigene Abwehr mit einfachen Mitteln aufbaut, erklärt…

Krankheiten von A - Z

In diesem Lexikon finden Sie umfassende Beschreibungen von etwa 400 Krankheitsbildern

nach oben