Rettich

Die Scharfstoffe des Rettichs lindern Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl, Blähungen oder Übelkeit.

manfredxy/iStockphoto

Rettich und Radieschen sind recht nahe miteinander verwandt. Beide stammen von Unterarten des Garten-Rettichs – lateinischer Name: Raphanus sativus.

Besonders die Bayern mögen den schwarzen Rettich (Raphanus sativus var. niger) als Gemüse. Dort heißt er "Radi" und gehört zu jeder ordentlichen Brotzeit. Sein scharfer Geschmack ist nicht jedermanns Sache, aber gerade diese Scharfstoffe sind es, die aus dem Gemüse auch eine Heilpflanze machen.

Die Schärfe verursachen die sogenannten Senföle. Dabei handelt es sich um Wirkstoffe, die auch in Senfsamen in größerer Menge vorkommen und hautreizend wirken. Innerlich angewendet steigern sie den Gallenfluss und regen die Bewegung des Magen-Darm-Trakts an. Dadurch lindern sie Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl, Blähungen oder Übelkeit, besonders wenn diese durch verminderten Gallenfluss verursacht werden. Bei Katarrhen der oberen Atemwege soll Rettich ebenfalls helfen, denn seinen Inhaltsstoffen wird ein schleimlösender Effekt zugeschrieben. Die mit Pflanzenheilkunde betraute Kommission E des ehemaligen Bundesgesundheitsamts empfahl Rettich gegen Magen-Darm-Beschwerden und Atemwegserkrankungen.

Zu diesem Zweck kann man Rettichsaft, den es fertig in der Apotheke gibt, einnehmen. Dreimal täglich ein bis zwei Esslöffel lautet die Dosierungsempfehlung. Um den Magen nicht zu sehr zu reizen, raten Experten, nach einer Drei-Tages-Kur eine Pause von mehreren Tagen einzulegen.

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