Gesundheit

Sommerzeit: So bleibt die innere Uhr im Takt

IW/NAS  |  27.03.2025 11:35 Uhr

Wenn am letzten März-Wochenende die Uhren auf Sommerzeit umgestellt werden, verlieren wir eine Stunde Schlaf. Das bringt viele aus dem Gleichgewicht – vor allem Menschen, die abends länger wach sind und morgens schwer aus dem Bett kommen. Diese sogenannten "Eulen" spüren die Zeitumstellung besonders stark. Was hilft?

Frau, steht morgens auf.
Um die Zeitumstellung besser zu verkraften, lohnt es sich, bereits einige Tage vorher früher ins Bett zu gehen und aufzustehen.
© toondelamour/iStockphoto

Unser Körper hat einen festen Rhythmus, der sich nicht so einfach umprogrammieren lässt: Müdigkeit am Morgen, Schlafprobleme, Konzentrationsstörungen oder sogar Verdauungsprobleme können die Folge der Zeitumstellung auf Sommerzeit sein. In manchen Fällen halten die Beschwerden mehrere Tage oder sogar Wochen an. 

Dass der Körper tatsächlich auf die Zeitumstellung reagiert, haben Forschende der Universität München untersucht. In einer groß angelegten Umfrage mit rund 55.000 Teilnehmenden zeigte sich: Während der Sommerzeit kommt die innere Uhr durcheinander – sie orientiert sich nicht mehr richtig am natürlichen Hell-Dunkel-Rhythmus. Eine weitere Studie belegt sogar: In den Tagen nach der Umstellung auf die Sommerzeit steigt das Risiko für einen Herzinfarkt um 25 Prozent.

Auf die Sommerzeit vorbereiten

Damit es gar nicht erst so weit kommt, lohnt es sich, den Körper langsam auf die neue Zeit vorzubereiten. Experten raten, einige Tage vor der Umstellung früher zu Abend zu essen und etwas früher schlafen zu gehen. Ein dunkles Schlafzimmer hilft, besser zur Ruhe zu kommen. Auch ein warmes Bad am Abend mit beruhigenden Zusätzen wie Lavendel oder pflanzliche Mittel aus der Apotheke mit Baldrian, Melisse oder Hopfen können den Einschlafprozess unterstützen. Bewährt haben sich außerdem Entspannungsübungen wie die Muskelentspannung nach Jacobson. Um die innere Uhr zu unterstützen, hilft es auch, morgens möglichst viel Licht zu tanken - etwa durch einen kurzen Spaziergang an der frischen Luft. Denn Helligkeit ist der stärkste Taktgeber für unseren Biorhythmus. So gelingt der sanfte Übergang zur Sommerzeit – und der Start in den Tag fällt wieder leichter.

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