Huflattich

Die Schleimstoffe des Huflattichs dämpfen Hustenreiz, Entzündungen der Mundschleimhaut und lindern Heiserkeit.

Natalia Baran/iStockphoto

Der volkstümliche Name "Brustlattich" deutet an, dass der Huflattich (Tussilago farfara) bevorzugt gegen Husten zum Einsatz kommt. Das verdankt die Pflanze den Schleimstoffen, die einen großen Teil ihrer Inhaltstoffe ausmachen. Sie bedecken angegriffene Schleimhautareale mit einer schützenden Schicht, die in vielen Fällen Hustenreiz, Entzündungen der Mundschleimhaut und Heiserkeit lindert.

Die mit Pflanzenheilkunde betraute Kommission E des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes bewertete die Wirkung der Huflattichblätter positiv. Sie beschrieb die Anwendung jedoch nicht ohne Warnhinweise, da die Pflanze so genannte Pyrrolizidin-Alkaloide enthält. Diese Substanzen wirken leberschädigend und krebserregend, wenn sie regelmäßig oder in zu großer Menge in den Körper gelangen.

Aus diesem Grund empfahl die Kommission, die Dosierungsanleitungen für eine Teezubereitung genau einzuhalten und höchstens vier bis sechs Wochen pro Jahr Huflattichtee zu trinken. Schwangere und Stillende sollten komplett darauf verzichten.

Für einen Tee 1,5 Gramm (etwa 1 Teelöffel) Huflattichblätter mit 150 Millilitern kochendem Wasser übergießen und 10 bis 15 Minuten ziehen lassen. Pro Tag können drei bis vier Tassen davon getrunken werden. Mittlerweile sind von Pyrrolizidin-Alkaloiden freie Huflattichsorten für die Arzneimittelherstellung gezüchtet worden.

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