Salben und Cremes mit Kortison
Es handelt sich zum einen um Cremes mit Hydrokortison: Sie lindern Juckreiz, wirken gegen Entzündungen der Haut und mildern allergische Reaktionen. Klassische Anwendungsgebiete sind Insektenstiche, aber auch Sonnenbrand. Es gibt sie in zwei Stärken. Mein Tipp: zwei- bis dreimal am Tag dünn auftragen, eventuell einmassieren und nicht länger als zwei Wochen anwenden.
Kortison-Nasenspray bei Allergien
Zum anderen gibt es rezeptfreie Kortison-Nasensprays mit Mometason, Beclometason oder Fluticason. Diese Sprays kommen bei Heuschnupfen zum Einsatz und sind dort Mittel der Wahl. Die Kortisonabkömmlinge wirken antiallergisch sowie antientzündlich und können länger als abschwellende Wirkstoffe wie Xylometazolin verwendet werden. Die Nasensprays sollte man aber nur einsetzen, wenn der Heuschnupfen vom Arzt diagnostiziert wurde. Auch bei chronischer Nasennebenhöhlen-Entzündung können diese Sprays hilfreich sein.
Wie wirkt Kortison eigentlich?
Kortisonpräparate dämpfen überaktive Immunreaktionen des Körpers – deshalb helfen sie bei Entzündungen, Juckreiz oder allergischen Beschwerden schnell und zuverlässig.
Auch rezeptfreie Medikamente können Nebenwirkungen haben
Nur weil etwas ohne Rezept erhältlich ist, heißt das nicht, dass es bedenkenlos und dauerhaft angewendet werden kann. Auch rezeptfreie Kortisonpräparate können Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten haben oder unerwünschte Wirkungen zeigen. Bei Kindern, Schwangeren und Stillenden gilt besondere Vorsicht. Auch bei frei verkäuflichen Mitteln empfiehlt sich eine ärztliche Rücksprache, um Nebenwirkungen zu vermeiden.
Wann lieber zum Arzt?
Wenn sich Beschwerden nach wenigen Tagen nicht bessern, sich verschlimmern oder unklar sind, sollte man ärztlichen Rat einholen – vor allem bei Hautveränderungen oder starken allergischen Symptomen.