ZOU
|
04.04.2025 11:13 Uhr
Was ist Asthma?
Bei Asthma sind die Bronchien entzündet, verengt und produzieren ein klebriges Sekret. Alles zusammen erschwert das Atmen. Asthma kann in jedem Alter auftreten, meistens passiert das aber bis zu einem Alter von fünf Jahren.
Welche Symptome sind damit verbunden?
Nicht alle Kinder mit Asthma zeigen typische Symptome – manchmal ist chronischer Husten das einzige Anzeichen, oder ein Kind hat nur Symptome bei körperlicher Anstrengung oder einer Erkältung.
Häufige Symptome sind:
- Langanhaltender Husten, mit oder ohne Atemgeräusche. Der Husten kann nachts vermehrt auftreten. Das Kind kann Schleim abhusten, muss es aber nicht.
- Kurzatmigkeit und das Gefühl, nicht genügend Luft zu bekommen. Kurzatmigkeit kann auch als Müdigkeit, Erschöpfung oder das Gefühl in Erscheinung treten, mit anderen Kindern nicht mithalten zu können. Bei kleineren Kindern kann die Kurzatmigkeit Probleme beim Essen verursachen.
Ein Kind hat ein höheres Asthmarisiko, wenn:
- Familienmitglieder Asthma oder Allergien haben.
- Das Kind bereits andere Allergiesymptome zeigt, z. B. allergische Hauterkrankungen wie Ekzeme oder Nahrungsmittelallergien.
- Es ohne Erkältung oder Infektion Atemgeräusche hat.
Asthma diagnostizieren und behandeln
Bei einem Lungenfunktionstest wird gemessen, wie gut Ihr Kind Luft in die Lunge ein- und ausatmen kann. So kann Ihr Arzt feststellen, ob Ihr Kind an einer Lungenerkrankung leidet, wie schwerwiegend diese ist und welche Medikamente helfen können. Bei Kindern unter 6 Jahren sind Lungenfunktionstests allerdings schwierig durchzuführen.
Die Reaktion des Kindes auf Asthma-Medikamente zeigt an, wenn der Verdacht zutrifft. Möglicherweise werden verschiedene Medikamente ausprobiert.
Eines der wichtigsten Ziele der Asthmabehandlung ist es, dass Kinder genauso aktiv bleiben wie ihre Altersgenossen und gleichzeitig die Beschwerden in den Griff zu bekommen. Bewegung stärkt die Lungenfunktion und kann die Häufigkeit von Asthmaanfällen reduzieren.
Vorbeugen: Asthmaauslöser meiden
Wichtiger Teil der Behandlung ist, Asthmaauslöser zu vermeiden. Das sind häufig:
- Pflanzenpollen, der aktuelle Pollenflug lässt sich zum Beispiel auf der Webseite des Deutschen Wetterdiensts einsehen
- kaltes und windiges Wetter
- Hausstaubmilben: Milbenbezüge und HEPA-Filter minimieren die Belastung
- Tierhaare: Unter Umständen muss ein Haustier in andere Hände gegeben werden
- Zigarettenrauch, auch von E-Zigaretten
- Chemikalien wie Haushaltsreiniger, Citronella-Kerzen, Insektensprays, Kölnisch Wasser, Duftlotionen oder Chlor im Schwimmbad
- Stress
- Mundatmung beim Sport
- Infektionen: Sie lassen sich z. B. durch Händewaschen oft umgehen. Auch die Grippeimpfung trägt zur Vorbeugung bei