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27.02.2025 09:35 Uhr
Patienten mit Long-Covid leiden noch lange nach ihrer Erkrankung unter Symptomen wie Müdigkeit, Schwäche und Schlafstörungen. Diese Beschwerden erschweren nicht nur die Rückkehr in den gewohnten Alltag, sondern schränken auch die Lebensqualität erheblich ein.
Ob hier ein Pilates-Training helfen kann, haben brasilianische Forschende untersucht: An der Studie nahmen 59 Long-Covid-Patienten teil, die in drei Gruppen aufgeteilt wurden: Eine Gruppe absolvierte das Pilates-Programm, eine zweite Gruppe führte andere körperliche Übungen durch und eine dritte Gruppe blieb ohne Training. Über den Zeitraum von acht Wochen wurde jeweils zwei Mal pro Woche trainiert. Zur Messung der Fortschritte wurde unter anderem die zurückgelegte Strecke im 6-Minuten-Gehtest herangezogen. Zusätzlich wurden Müdigkeitswerte und die Schlafqualität erfasst.
Weniger Erschöpfung, besserer Schlaf
Das Ergebnis: Die Gruppe, die Pilates praktizierte, legte nicht nur eine längere Strecke zurück, sondern berichtete auch von weniger Erschöpfungsgefühlen und einem erholsameren Schlaf. Die Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit und des Schlafs war so deutlich, dass sich Pilates als vielversprechender Baustein in der Reha von Long-Covid-Patienten erweist. Die Betroffenen können so ihre Alltagsenergie wieder zurückgewinnen und den Weg zu einem aktiveren Leben ebnen.
Obwohl weitere Untersuchungen notwendig sind, um langfristige Effekte und optimale Trainingsmethoden zu ermitteln, könnte Pilates eine gute und günstige Methode für viele Betroffene sein, die noch immer unter den Folgen der Corona-Infektion leiden, so das Fazit der Forschenden.
Quelle: DOI: 10.1016/j.jbmt.2024.11.037