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05.04.2025 09:16 Uhr
Kinderärzte untersuchen die Augen von Neugeborenen schon früh auf den „Rotreflex“, bei dem helles Licht von der gut durchbluteten Netzhaut rötlich reflektiert wird. Ein weißer Reflex kann verschiedene Augenerkrankungen anzeigen, die dringend behandelt werden müssen.
Sehsinn: Meilensteine im ersten Lebensjahr
In den ersten Monaten entwickelt sich das zentrale Sehen, und das Baby beginnt, Objekte zu fokussieren. Anfangs mögen die Augen noch unscharf oder schielend wirken, aber das ändert sich mit der Zeit. Das Baby beginnt, Ihr Gesicht anzuschauen und Objekten mit den Augen zu folgen. Sollte das mit zwei Monaten noch nicht der Fall sein, ist ein Besuch in der Arztpraxis ratsam – zu früh geborene Kinder haben dafür aber länger Zeit.
Im fünften Monat kann das Baby nach Gegenständen greifen und sie festhalten.
Zwischen sechs und zwölf Monaten wird bei einem Sehtest überprüft, ob die Augen richtig ausgerichtet sind und wie gut das Kind bewegte Objekte mit den Augen verfolgt.
Im Alter von 12 Monaten haben die Augen Ihres Babys meist ihre endgültige Farbe angenommen. Die Augenfarbe kann sich aber noch vertiefen.
Was untersucht der Kinderarzt?
Bis zum Alter von drei Jahren werden beim Kinderarzt verschiedene altersgerechte Sehtests durchgeführt. So werden frühzeitig Augenprobleme entdeckt, die meist gut behandelbar sind, wenn sie frühzeitig erkannt werden. Dazu zählen:
- Schielen
- Schwaches Auge: Ein Auge kann nicht richtig fokussieren und hat eine schlechte Sehkraft. Das kann bis zum Alter von 7 bis 8 Jahren z. B. mit Brillen oder Augenklappen behoben werden. Ohne Behandlung bleibt das betroffene Auge lebenslang schwach.
- Fehlsichtigkeit
- Verstopfung der Tränenkanäle
- Trübung der Augenlinse