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EU-Behörde stuft Süßstoff Aspartam als unbedenklich ein

11.12.2013 09:43 Uhr

Kalorienarme Limonade, zuckerfreie Kaugummis, Hustenbonbons ohne Zucker: Der synthetische Süßstoff Aspartam findet sich in vielen Produkten. Immer wieder mahnen Aspartam-Kritiker vor Gesundheitsrisiken. In einer umfangreichen Risikobewertung kommt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) jetzt jedoch zu dem Schluss, dass Aspartam in den derzeit empfohlenen Mengen unbedenklich ist.

Mädchen mit Zöpfen macht Kaugummiblase, Hand aus dem Off versucht, diese zum Platzen zu bringen
Süßstoffe wie Aspartam finden sich sowohl in Süßigkeiten als auch in vielen Lebensmitteln.
© xavier gallego morel - Fotolia

Bei Aspartam handelt es sich um einen künstlich hergestellten Süßstoff, der sich aus den zwei Aminosäuren Phenylalanin und Asparaginsäure zusammensetzt. Eine tägliche Menge von bis zu 40 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht gilt für gesunde Menschen derzeit als unbedenklich. Ausgenommen davon sind Personen, die an einer Stoffwechselerkrankung leiden, bei der der Körper Phenylalanin nicht abbauen kann, Phenylketonurie genannt. Betroffene müssen eine entsprechende Diät einhalten.

Für ihre Einschätzung werteten die Sachverständigen der EFSA alle vorliegenden wissenschaftlichen Forschungsergebnisse zu Aspartam und dessen Abbauprodukten aus, einschließlich Studien an Tieren und Menschen. „Dieses Gutachten ist eine der umfassendsten Risikobewertungen zu Aspartam, die je durchgeführt wurden“, sagt Dr. Alicja Mortensen von der EFSA. Daraus geht hervor, dass der Süßstoff das Risiko für Erbgutschädigungen oder die Entstehung von Krebs nicht erhöht und dass Gehirn und Nervensystem nicht geschädigt werden. Zudem fanden die Sachverständigen weder bei Kindern noch bei Erwachsenen negative Auswirkungen von Aspartam auf Verhalten oder geistige Funktionen.

Das Gutachten stellt klar, dass die Abbauprodukte von Aspartam, Phenylalanin, Methanol und Asparaginsäure, auch in anderen Lebensmitteln natürlicherweise vorkommen, Methanol zum Beispiel in Obst und Gemüse. Der Beitrag, den die Abbauprodukte von Aspartam zur täglich verzehrten Gesamtmenge dieser Stoffe beitragen, sei gering, schreiben die Sachverständigen.

EFSA/HH

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